Fortbildung Integrative Psychotherapie

Grundkonzept

"Güte in den Worten erzeugt Vertrauen. Güte beim Denken erzeugt Tiefe. Güte beim Verschenken erzeugt Liebe."

                                            Laotse

 

Das Prinzip der Integrativen Psychotherapie ist, wie der Name schon ausdrückt, die Integration. Die Integration wovon? Ganz grundsätzlich: von Methoden, situativen Kontexten, dem Selbst des Klienten und dem des Therapeuten.

 

Ziel der Integrativen Psychotherapie ist das Einbeziehen aller Faktoren, die für das Verhältnis von Therapeut und Klient, aber auch für das Gelingen des inhaltlichen Arbeitens relevant sind. Dazu ist eine offene, mitfühlende und akzeptierende Haltung des Therapeuten notwendig, damit eine Verbindung auf Augenhöhe zwischen Therapeut und Klient entstehen kann. Auf Basis dieser Vertrauensbeziehung kann der Klient sich dem aussetzen, was in seinem Inneren vorgeht und entdecken, dass er auch schmerzhafte Erfahrungen nicht vermeiden muss, um sich besser zu fühlen. So wie der Therapeut lernt, seine eigenen konditionierten Gedanken- und Gefühlsmuster zu erkennen und sich davon zu lösen, so kann auch der Klient die gleiche Freiheit entdecken. Auf diese Art und Weise findet Integration auch im Innenleben des Klienten statt.

 

Diese Haltung erlaubt es dem Therapeuten sich von einem rigiden Therapieplan zu lösen und achtsam auf das zu reagieren, was sich in diesem Augenblick in ihm und im Klienten zeigt. Dadurch ist die Integrative Psychotherapie lebendig, individuell und authentisch für Therapeut und Klient. Methodisch geht es dabei um die Integration gestalttherapeutischer, systemischer und hypnotherapeutischer Ansätze zu einem individuell auf den Klienten und Therapeuten zugeschnittenen Therapierahmen.

 

Gleichzeitig dient diese Vorgehensweise als Modell für den Klienten mit schwierigen Prozessen umgehen zu lernen. Die Angst- und Schutzmechanismen können behutsam umgewandelt werden und es entsteht Raum für die Erfahrung von Halt, liebevoller Hinwendung und eigener Kompetenz.